Freunde und Förderer des Botanischen Gartens Neuss e.V.
Freunde und Förderer des Botanischen Gartens Neuss e.V.

Aktueller Rundbrief

Rundbrief 1/2019

                                                                  09.01. 2019

 

 

Liebe Freunde des Botanischen Gartens Neuss!

 

Wir wünschen Ihnen/Euch allen ein frohes, friedliches und zufriedenes Jahr 2019.

Das letzte Jahr ging mit der traurigen Nachricht vom Tod des Gründers unseres Vereins, Herbert Rothstein, zu Ende. Er starb am 26.10.2018 in Bonn. Sicher haben viele die Anzeigen in der NGZ gelesen.

Wenn wir im Nachhinein das Wirken Herbert Rothsteins für unseren Verein betrachten, können wir nur voller Dank seiner gedenken und sein Werk als unseren Auftrag ansehen, den wir fortführen werden.

Als wacher Bürger, in Natur- und Umweltschutz zu Hause, hat Herbert Rothstein 1997 die Gefahr für den Botanischen Garten Neuss rechtzeitig erkannt.

 

Zusammen mit anderen Bürgern protestierte er gegen die Pläne der Stadtverwaltung, die den Bestand des Botanischen Gartens gefährdeten. Die Schließung der Stadtgärtnerei und die Verlegung des Grünflächenamtes an einen anderen Ort, mit dem Ziel, Platz zu schaffen für Wohnbebauung, durfte nicht Wirklichkeit werden. Nachdem die Öffentlichkeit über die Pläne der Stadt informiert war, entwickelte sich in einem rasanten Tempo eine Bewegung, die zum Schutz des Botanischen Gartens als Grünfläche, als Teil des grünen Gürtels der Stadt Neuss, als Kleinod im Dreikönigen Viertel, als dessen grüne Lunge und als Ort zur Erholung aufrief. In kurzer Zeit wurden rund 7600 Unterschriften gegen die Bebauungspläne gesammelt. Im Forum Umwelt der lokalen „Agenda 21“ wurde ein „Ausschuss Botanischer Garten“ gegründet, ein Bürgerforum wurde einberufen, ein Handlungskonzept für Zielsetzung und Gestaltung des Botanischen Gartens entwickelt, eine Bürgerbefragung durchgeführt. Bei all dem war Herbert Rothstein prägend und gestaltend mit dabei.

Im Jahr 2000 beschloss der Rat der Stadt Neuss, den Erhalt und die Erweiterung des Botanischen Gartens. Die Pläne zur Bebauung wurden ausdrücklich aufgegeben.

In dieser Situation wurde es nötig, dem Bürgerprotest eine Möglichkeit und einen Rahmen für die Finanzierung der Projekte und Ideen zu verschaffen. Eine Gruppe um Herbert Rothstein organisierte 2001 die Gründung der „Freunde und Förderer des Botanischen Gartens Neuss e.V.“, unseres Vereins.

Wie wichtig und richtig dieser Weg auch für die Zukunft wurde, erwies sich schnell. Denn die im Jahr 2000 vom Rat beschlossene Erweiterung des Botanischen Gartens wurde bereits 2001 relativiert. Das nötige Geld fehle – wurde seitens der Stadt gesagt.

Mit dem Beschluss von 2012/13 zur Schließung der Stadtgärtnerei lagen zugleich die alten Pläne wieder auf dem Tisch. Erneut ging unser Verein daran, die Öffentlichkeit zu informieren, die Politik nach ihrem Standpunkt zu befragen, die versprochene Erweiterung des Botanischen Gartens zu fordern. Dieses Mal wurde von der "Agenda 21" und unserem Verein ein Workshop zusammengerufen, der konkrete Entwürfe zu Erweiterung entwickelte.

Teil C macht uns noch Sorgen. Das Dezernat 7 für Stadtgrün, Umwelt und Klima hat ziemlich andere Vorstellungen über die Raumaufteilung der Alten Stadtgärtnerei. Genaues wissen wir noch nicht, aber wir sind miteinander im Aufbau des Gesprächs. Verstehen können wir die Not des Umweltamtes, das platzt aus allen Nähten nachdem auch noch die Abteilung Klima dorthin verlagert wurde. Andererseits gibt es für die Unterbringung des Betriebshofes reichlich Platz im Gelände des Nierenhofs in Reuschenberg. Und wie es klimapolitisch zu verantworten ist, den LKW-Verkehr des Bauhofes mitten in der dichten Wohnbebauung des Dreikönigen Viertels unterzubringen, hat uns auch noch niemand erklären können. Wie gesagt, wir sind im Aufbau von Gesprächen, in der Hoffnung, bald über belastbare Informationen zu verfügen.

Auch der unterschwellig geforderte Verbleib von Urban Gardening durch Transition Town steht als Problem im Raum. Dabei ist gegen die Bewegung „Gärtnern in der Stadt“ nichts einzuwenden, im Gegenteil, sie ist unterstützenswert. Nur der Platz im Botanischen Garten ist unpassend.

 

 

An der Bergheimer Straße fiel der Spielplatz fort und soll auf dem freiwerdenden Gelände ersetzt werden. Gut so. Da gehört er hin. An der Körnerstraße wird ein Teil des Geländes für einen Platz abgezweigt. Auch gut. Was sollte ein Plätzchen von der Größe eines erweiterten Schukartons? Auch das Umweltamt will Teile des Geländes lieber selber nutzen. Verständlich. Außerdem möchte Urban Gardening bleiben. Auch verständlich. Nur was bleibt dann noch als überplanbarer Bereich übrig, der den Namen Erweiterung des Botanischen Gartens zu tragen berechtigt ist? Wir meinen, dass die Richtschnur für alle Ansprüche der Ratsbeschluss vom 25.09.2015 ist und bleiben muss.

(Zur Erinnerung nochmal die Karte)

 

Unsere Projekte schreiten auch voran. Der Rhododendrenbereich am Eingang Bergheimer Straße ist fertig geplant und in Bearbeitung. Das Team von Frau Mölleken, Herrn Rossbach, Georg Gremmer, Herrn In’t Zandt und mir arbeiten gut und gerne zusammen. Das Amt für Umwelt, Klima und Stadtgrün wird die Rodungs- und Pflanz- und Pflegearbeiten übernehmen. Die Gartenmeister Gremmer, In’t Zandt und Rossbach die gärtnerische Gestaltung und ich durfte die frohe Botschaft überbringen, dass der Verein mit bis zu 10.000€ aus dem Etat der Baumpatenschaften zur Umsetzung des Projekts beisteuern wird.

Auch das Projekt „Wasserspiel am Landhaus“ kommt zäh aber kontinuierlich voran. Dafür liegen ca. 5000€ aus unseren Spendenaufkommen bereit. Vielleicht ist die Umsetzung in diesem Jahr ja doch möglich? Man wird sehen.

 

Nun bleibt nur noch die herzliche Einladung zur Mitgliederversammlung/Jahreshauptversammlung am 14. Februar 2019 um 19.00Uhr. Einladung mit Tagesordnung liegt bei.

 

Ebenfalls liegt der Veranstaltungskalender 2019 bei. Als Flyer gibt’s es ihn bei der MV.

 

Nun euch allen einen herzlichen Gruß!

… bis zum Donnerstag (14.02.2019)

 

für den Vorstand

Renate Tillmanns

Nächste Termine:

Jahreshauptversammlung am  

14. Februar 2019, 19:00 Uhr

im Besprechungsraum des Amtes für  Stadtgrün, Umwelt und Klima

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